Emotionale Grenzen im Yoga – wie erkennt man, wann genug genug ist?
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Eine der tiefgründigsten Lehren des Yoga ist, unsere Grenzen zu achten. Nicht nur die körperlichen, sondern auch die emotionalen und neurologischen. Die Matte ist nicht nur ein Übungsraum, sondern ein Spiegel: Sie zeigt dir, wo du zu angespannt bist, wo du zu nachgiebig bist, wo du dich überforderst und wo du zu früh loslässt.
Grenzen zu erkennen ist keine Einschränkung, sondern eine Freiheit.
Grenzen zu respektieren ist keine Schwäche, sondern Selbsterkenntnis.
Beim Yoga geht es nicht darum, die eigenen Grenzen zu überschreiten, sondern darum, zu lernen, die Signale des Körpers und des Nervensystems wahrzunehmen und zu erkennen, wann und welche Signale von diesem kommen.
Was bedeutet es, Yoga unter Berücksichtigung emotionaler Grenzen zu praktizieren?
Yoga ist oft nicht nur eine körperliche, sondern auch eine emotionale Erfahrung. Eine tiefe Hüftöffnung kann Tränen hervorrufen, eine Brustöffnung kann Anspannung oder Wut auslösen, eine Vorbeuge kann Traurigkeit hervorrufen. Das sind keine „Fehler“, sondern Signale.
Emotionale Grenzen werden verletzt, wenn:
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Du gehst zu schnell in eine emotional aufgeladene Situation.
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Du gibst deinem Nervensystem keine Zeit, sich zu beruhigen.
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Du hältst die Pose, selbst wenn du von Anspannung überwältigt bist.
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Du traust dich nicht aufzuhören, weil du es "tun musst".
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Sie schämen sich, die aufkommenden Gefühle zu erleben.
Eine der sanftesten Lehren des Yoga:
Solange es sicher ist, müssen Sie nicht weiter gehen.
Woran merkt man, dass man genug hat? Signale des Nervensystems
Der Körper und das Nervensystem senden immer Warnsignale, bevor es zu viel wird. Diese Signale sind nicht dramatisch, aber sehr deutlich.
1. Schnelle Atmung oder Atemnot
Wenn Sie nicht tief und gleichmäßig atmen können, wird Ihr Nervensystem überlastet.
2. Muskelzittern nicht aufgrund von Anstrengung, sondern aufgrund von Angst
Zittern kann natürlich sein, aber „spannungsbedingtes“ Zittern deutet auf eine zu starke Stimulation hin.
3. Reizbarkeit, Ungeduld, innerer Widerstand
Wenn die Körperhaltung nicht mehr in Richtung Öffnung tendiert, sondern hin zu dem Gefühl von „Halt durch, denn du musst es aushalten“.
4. Sehnsucht – die Aufmerksamkeit flieht
Wenn Sie nur denken können: „Lass es einfach vorbei sein“, dann ist die Pose möglicherweise zu emotional intensiv.
5. Stechender Schmerz oder intuitiver Protest
Nicht die Art von Spannung, die sich lösen will – sondern die Art, die sagt: Jetzt einen Schritt zurück.
Grenzen behindern die Entwicklung nicht.
Im Gegenteil: Sie schützen dich davor, in eine Richtung zu gehen, in der du keine Präsenz hast.
Die Achtung der Grenzen in den drei Ebenen des Yoga
1. Physikalische Grenzen
Dein Körper signalisiert dir, wie tief du sicher gehen kannst. Das ändert sich von Tag zu Tag. Was gestern noch funktioniert hat, kann heute zu viel sein – und umgekehrt.
2. Emotionale Grenzen
Eine Pose kann tiefe Schichten berühren. Hüft- und Schulteröffnungen sowie Rückbeugen wecken oft emotionale Erinnerungen. Wenn man zu schnell vorgeht, kann man sich leicht überfordern.
3. Grenzen des Nervensystems
Das parasympathische Nervensystem kann sich nur aktivieren, wenn es sich sicher fühlt. Übertreibt man es, schaltet der Körper in den Stressmodus – dafür gibt es keine wirkliche Lösung.
Das Ziel von Yoga ist nicht „wie viel man noch rauslassen kann“, sondern „wie viel man jetzt sicher aufnehmen kann“.
Wann sollte man eine Pose auflösen?
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wenn Ihre Atmung flach ist
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wenn Sie stechende Schmerzen verspüren
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wenn eine zu intensive Gefühlswelle aufkommt
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wenn du den gegenwärtigen Moment verpasst
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Wenn die Pose nicht mehr stützt, sondern Spannung aufbaut
Einen Schritt zurückzutreten ist kein Scheitern.
Sich zurückzuziehen ist Selbstschutz und Selbstliebe.
Grenzen in der Praxis respektieren – ein praktischer Leitfaden
1. Geben Sie ihm Zeit zum Eintreten.
Springe nicht abrupt in die Posen. Lass den Körper zur Ruhe kommen, bevor du die Position vertiefst.
2. Halte niemals den Atem an
Atmen ist ein Zeichen von Sicherheit. Wenn es stockt, stockt auch man selbst.
3. Hilfsmittel verwenden (Blöcke, Kissen)
Sie sind nicht die Werkzeuge der Schwachen – sie sind die Werkzeuge der Bewussten.
4. Manchmal ist weniger mehr.
Eine fünfsekündige innere Hingabe bewirkt mehr als eine fünfminütige Übertreibung.
5. Beenden Sie eine Übung, wenn Sie das Gefühl haben, dass sie zu viel für Ihr Nervensystem ist.
Yoga ist kein Ziel. Innehalten birgt oft eine tiefere Lehre als Vorwärtsgehen.
Ayuna-Ritualempfehlungen zur Unterstützung der Grenzwahrnehmung
Die Praxis wird durch Hilfsmittel unterstützt, die Sanftheit, ein Gefühl der Geborgenheit und emotionale Stabilität vermitteln.
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Beruhigende ätherische Ölmischung – beruhigt das Nervensystem, löst Grenzen auf.
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Ätherische Ölmischung „Fröhliche Atmosphäre“ – emotionale Leichtigkeit, Entspannung
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Gaiam Here & Now Yogamatte – eine stabile, erdende Basis, um die Grenzen des Körpers zu spüren
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Gaiam Intense Rust Sundial Layers Yogamatte – für eine tiefere emotionale Praxis, die ein Gefühl der Geborgenheit unterstützt.
Zusammenfassung
Beim Yoga geht es nicht darum, wie weit man gehen kann – sondern darum, wie präsent man sein kann.
Grenzen zu respektieren hält dich nicht zurück, sondern bewahrt dich.
Dort, wo du die Signale deines Körpers und deines Nervensystems wahrnimmst, dort entsteht wahre Praxis: im Raum reiner Aufmerksamkeit, Selbstwertgefühl und emotionaler Reife.
