Yoga und Emotionen: Die Kunst des spirituellen Umgehens und der echten Präsenz
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Für viele bedeutet Yoga Frieden, Ruhe und positive Energie. Doch manchmal führt gerade diese Erwartung, „immer ruhig, dankbar und liebevoll zu sein“, dazu, dass echte Gefühle – Wut, Angst, Traurigkeit oder Frustration – verdrängt werden. Dies nennt man spirituellen Bypass : Wenn wir Yoga, Meditation oder „positives Denken“ nutzen, um unangenehmen Gefühlen auszuweichen.
Doch im Kern geht es im Yoga nicht um Perfektion, sondern um Präsenz. Für sich selbst da zu sein, auch wenn man sich nicht gut fühlt. Es geht nicht darum, ständig in einer höheren Schwingung zu sein, sondern darum, sich mit sich selbst verbinden zu können – unabhängig vom Gefühl.
Was ist spiritueller Bypass?
Spirituelle Umgehung liegt vor, wenn spirituelle Praktiken dazu genutzt werden:
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Schmerzhafte Gefühle vermeiden
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Wir unterdrücken Konflikte.
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von inneren Spannungen ablenken
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Wir „verschönern“ unser Leben, während in uns alles drunter und drüber geht.
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Wir bedecken die Wunden mit Positivität.
In solchen Fällen bringt uns Yoga nicht mehr näher zu uns selbst, sondern entfernt uns von uns: Wir versuchen, einen idealisierten Zustand aufrechtzuerhalten, während der Körper signalisiert, dass aufrichtige Aufmerksamkeit nötig ist.
Warum passiert das so oft?
Es ist eine natürliche menschliche Reaktion, vor Schmerz zu fliehen. Meditation, Atemübungen und Entspannung sind zwar sehr wirksame Mittel, doch man kann sie leicht anwenden, ohne das Problem wirklich zu lösen – man betäubt sich nur vorübergehend.
Die moderne spirituelle Kultur überbetont oft:
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Positivität
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die "hohe Vibration"
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der Zustand der Dankbarkeit
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Vergebung
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rasante spirituelle Entwicklung
Doch diese sind nur dann echt, wenn sie auf Ehrlichkeit beruhen.
Emotionen sind tatsächlich Teil der Übung.
Yoga ist keine Flucht, sondern eine Begegnung.
Die im Körper gespeicherten Spannungen entstehen nicht zufällig während der Asanas. Das Engegefühl in der Brust, im Hals, die Krämpfe im Bauch – all das sind emotionale Spuren. Sie sind keine Hindernisse für die Praxis, sondern vielmehr Signale : Es ist Zeit, etwas wahrzunehmen, es zuzulassen und es durchzuatmen.
Emotionen sind Schwingungen. Wenn man sie zulässt, bewegen sie sich, fließen und lösen sich auf.
Wenn man sie unterdrückt, bleiben sie stecken.
Woran erkennt man, dass eine spirituelle Umgehung stattfindet?
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Man sagt sich oft: „Ich sollte mich nicht so fühlen.“
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Du schämst dich für Wut, Angst und Schwierigkeiten.
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Man fühlt sich nach dem Sport zwar „abgeschaltet“, aber nicht erleichtert.
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In Konfliktsituationen ziehen Sie sich eher zurück, als zu kommunizieren.
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Du benutzt Yoga-Übungen, um Spannungen zu unterdrücken, nicht um sie zu lösen.
Anerkennung ist kein Scheitern – sondern der Beginn der Befreiung.
Wie kann man während des Yoga mit seinen Emotionen in Kontakt treten?
1. Erlaube, was erscheint
Eines der wichtigsten Prinzipien des Yoga ist:
Du bist gut genug, so wie du bist .
Emotionen ruinieren das Training nicht – sie machen es menschlicher.
2. Rückkehr zum Körper
Der Körper ist immer ehrlicher als der Verstand.
Wenn sich Ihre Brust eng anfühlt, Ihr Hals sich eng anfühlt oder Ihr Magen sich verkrampft anfühlt, sollten Sie aufmerksam sein.
Versuche nicht, es sofort zu ändern.
3. Lass die Atmung die Brücke sein
Langsames, tiefes Atmen ist wie ein warmes Licht:
Es macht auch das sichtbar, was Sie bisher zu vermeiden versucht haben.
4. Yoga sollte keine Aufführung sein.
Emotionale Verarbeitung ist ein langsamer Prozess.
Ich möchte die Übung nicht „zu gut“ machen.
Fehler, Schwankungen und Abweichungen sollten zugelassen werden.
5. Sorgen Sie für ein warmes und sicheres Umfeld.
Das sanfte Licht, die warmen Düfte, die stabile Matratze – all das vermittelt eine Botschaft:
Hier sind Sie sicher.
Ayuna-Ritualempfehlung zur Unterstützung des emotionalen Gleichgewichts
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Beruhigende ätherische Ölmischung – beruhigt das Nervensystem, löst emotionale Blockaden
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Ätherische Ölmischung „Fröhliche Atmosphäre“ – emotionale Leichtigkeit, Entspannung
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Ätherische Ölmischung Sonnengruß – Wärme, belebende Wirkung
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Gaiam Here & Now Yogamatte – stabiler Untergrund, Gefühl von Geborgenheit
Zusammenfassung
Echtes Yoga bedeutet nicht, ständig ruhig zu sein, sondern präsent zu sein , egal welche Gefühle auftauchen. Spirituelle Flucht zu vermeiden ist nicht schwer: Es erfordert lediglich ehrliche Aufmerksamkeit.
Wenn du dich mit deinem Körper, deinem Atem und deinen wahren Gefühlen verbindest, wird deine Praxis tiefer, ehrlicher und viel befreiender.
